Geschichte

Tradition und Gastlichkeit im Gasthaus zum Stern – Willkommen im Ratscherwirt

Unser Gasthaus zum Stern – zum Ratscherwirt – blickt auf eine fast 300-jährige Tradition als Gasthaus in Unterammergau zurück.
Es ist seit jeher Stätte der Begegnung und der Gastfreundschaft, ein Ort der gelebten bayerischen Lebensart und Kultur.
Diese Tradition mit der Neueröffnung unseres Gasthauses am 15. Juli fortsetzen zu dürfen ist, uns Freude und Verpflichtung zugleich.

Geschichte

Seinen Ursprung nahm das Gasthaus zum Stern Anfang des 18. Jahrhunderts. Zunächst war die Gaststube ein Nebenerwerb zur Landwirtschaft. Das Haus trug die Nummer 27, Straßennamen
gab es zur damaligen Zeit in Unterammergau noch nicht. Das Anwesen hatte ein Gemeinderecht an den unverteilten gemeindlichen Grundstücken und Anteile an den umliegenden Wäldereien.
Um 1750 war das Gasthaus im Besitz des nahegelegenen Benediktinerklosters Ettal und trug bereits den heute wieder verwendeten (zum Leben erweckten) Namen ZUM RATSCHERWIRT.
Als 1777 der erste große Dorfbrand in Unterammergau wütete, wurden insgesamt 63 Häuser des Ortes zerstört. Auch der Ratscherwirt brannte bis auf die Grundmauern nieder, wurde aber wieder aufgebaut. Den zweiten Dorfbrand im Jahre 1836, bei dem 41 Häuser ein Raub der Flammen wurden, überstand das Gebäude unversehrt.
Mit der Säkularisation im Jahre 1803 fiel aller klösterlicher Besitz an den bayerischen Staat. So änderten sich auch für den Ratscherwirt die Besitzverhältnisse.

Basis war weiterhin die Landwirtschaft. Um 1847 besaßen die Wirtsleute 13 Stück Vieh, betrieben zeitweise eine Bäckerei mit angeschlossener Mehlhandlung (Melberei).
Die Aufnahme zeigt unseren Gasthof um das Jahr 1900. Wie zu erkennen ist, war das Hausdach früher flacher, der Balkon fehlte und auch die für unsere Gegend so typischen Malereien an der Hauptfassade entstanden zu einem späteren Zeitpunkt. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt das Gebäude durch den damaligen Besitzer Remigius Vollmann seine bis heute prägende Form.

Der Ratscherwirt heute

Im Herbst 2017 wurde das Gebäude von Tiziana und Peter Höldrich aus Oberammergau erworben, um es grundlegend zu sanieren und weiter als bayerische Gaststätte betreiben zu lassen.
Dabei musste es in seinem äußeren Erscheinungsbild unverändert bleiben, da das Gebäude Teil des Ensembles „Hinterdorf Unterammergau“ ist und damit unter Denkmalschutz steht.

Von Anfang an war das Ziel, nachhaltig und behutsam zu sanieren, aber auch dort wo es erforderlich war, neue Bauteile einzufügen. So wurden die Bänke und Tische aus dem Altholz gefertigt, welches vorher als Deckenbauteile eingebaut waren. Die Bruchsteinwand als Abgrenzung der Terrasse stammt von rückgebauten Wänden, die Holzdecke im südlichen Gastraum konnte erhalten bleiben.

Der Stammtisch ist unverkennbar historisch mit einer eigenen langen Geschichte, welche sich die Gäste gerne erzählen lassen sollten …

Als Wirtsleute dieser Traditionsgaststätte freuen wir uns, Sie begrüßen und mit bayerischen Schmankerl verwöhnen zu dürfen.

Ihr Team vom Ratscherwirt